Evim, Kinder- und JugenhilfeeinrichtungEvim, Kinder- und Jugenhilfeeinrichtung

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Unser Angebote

Sozialpädagogische Wohngruppe für junge Migranten und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.

Wir stellen ein besonderes Jugendhilfeangebot bereit, das sich an Jugendliche aus Familien mit Migrationshintergrund wendet. Hierfür haben wir eine Wohngruppe konzipiert, die sowohl personell als auch Sozialraum bezogen auf religiöse und kulturelle Bedürfnisse der hier untergebrachten Jugendlichen nach §34 SGB VIII Rücksicht nimmt. Die Persönlichkeitsentwicklung sowie die gängigen Ziele des Hilfeplanprozesses sollen auf diese Weise ohne die belastenden Faktoren des „neuen und fremden Milieus“ erfolgen. Das Gesamtziel der Integration bleibt erhalten und erfolgt mit pädagogisch hochqualifizierten Mitarbeitern, deren persönliche Sozialisation durch Migration und Integration geprägt ist.

Mit unserer Wohngruppe bieten wir ebenso unbegleiteten minder­jährigen Flüchtlingen eine Möglichkeit, in der neuen und noch fremden Umgebung Fuß zu fassen. Sie erlernen hier in einem absolut geschützten Rahmen die not­wendigen Schritte, die für einen neuen Lebens­anfang nötig sind. Das Erlernen der deutschen Sprache, das Erleben der deutschen Kultur und Kontakte mit öffentlichen Institutionen und örtlichen Vereinen werden durch das Mitarbeiter­team gefördert und gefordert!

Ambulante Angebote

Ambulante Angebote in Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner „ZOF e.V.“

Seit Oktober 2014 kooperieren die Vereine Evim e.V. und Zukunftsorientierte Förderung e.V. Duisburg (ZOF). Diese Kooperation stellt nicht nur unter Aspekten einer gemeinsamen Arbeitsphilosophie Schnittpunkte dar, sondern sie erweitert für beide Seiten das Gesamtportfolio sinnvoll. So ist Evim im stationären Bereich ausgezeichnet aufgestellt und ZOF u.a. durch seine Kinder- Jugendhilfeangebote im ambulanten Bereich ein erstklassiger Ansprechpartner. Dieser Austausch und die gemeinsame Zusammenarbeit runden stationären Bereich und ambulante Hilfen punktgenau ab.

Stabilisierende Familienhilfe (nach § 31 SGB VIII) [weitere Informationen]

Sozialpädagogische Familienhilfe (nach § 31 SGB VIII) [weiter Informationen]

Weitere stationäre Angebote

Auslandsmaßnahme Izmir, Türkei

Das Projekt „Neue Chance in der Türkei“ wurde im Jahre 2007 ins Leben gerufen. Es richtet sich in erster Linie an orientierungslose und delinquente Jugendliche, die in sozial schwierigen Verhältnissen aufgewachsen sind. Die Grundlage für die Zukunftsorientierung bildet ein sportpädagogischer Ansatz, der zur Vermittlung von Ausdauer, Disziplin und Regeleinhaltung führt. Eng mit diesem Ansatz verbunden liegt ein großes Augenmerk auf der schulischen Perspektive und der Möglichkeit ein Handwerk vor Ort zu erlernen.

Zielgruppe und Ziele

Das Alter der Jugendlichen liegt zwischen 13 und 18 Jahren. Es bietet sich die Möglichkeit eines Neuanfangs in der Türkei an, der durch erstklassige Vernetzung mit Betrieben in der Umgebung realisierbar ist. Eine Rückkehr nach Deutschland wird in enger Abstimmung mit dem Jugendamt durchgeführt, um einen nahtlosen und dem Jugendlichen entsprechenden Übergang zu garantieren.

Standort und Betreuung

Nach intensiven Recherchen hat sich ZOF e.V. für den Standort Izmir entschieden. Die räumliche Anbindung, die Möglichkeit zur Realisierung des sportpädagogischen Ansatzes und die Vernetzung mit Betrieben vor Ort waren ausschlaggebend für die Standortentscheidung. Die Jugendlichen leben mit den Betreuern gemeinsam in einer Lebensgemeinschaft. Jeder Jugendliche hat sein eigenes Zimmer und somit genug Raum für Privatsphäre. Neben dem Hauptsitz bietet die Maßnahme genug Raum zur Entfaltung - ZOF e.V. bietet Zweigstellen im ländlich gelegenen Kemalpasa, sowie Cesme um genügend Abwechslungsmöglichkeiten zu erzielen.

Pädagogische Handlungsfelder

  • Misstrauen, Verletzung und Beziehungsverweigerung
  • Mangelndes Selbstvertrauen
  • Leistungsverweigerung
  • Aggressivität
  • Formen von Selbstzerstörung und Fremdgefährdung

 

Berufliche Qualifizierungen für Jugendliche

  • Handwerksbereich (Tischler / KFZ - Mechaniker / Schmied)
  • Dienstleistungsbereich (Friseur / Gastronom / Verkäufer im Einzelhandel)
  • Die erworbenen Bescheinigungen können bei der IHK Köln angerechnet werden

Verselbständigungskonzept

Das Angebot, sich zu verselbständigen, richtet sich an 17 bis 18jährige Jugendliche und junge Erwachsene, die bereits seit geraumer Zeit in der Wohngruppe „evim“ leben.
Um den gelingenden Prozess der Verselbständigung zu begleiten und erfolgreichabzuschließen, arbeitet die Wohngruppe „evim“ mit einem zwei-Phasen-Modell der Verselbständigung.

Phase 1:
Hierfür sind Jugendliche bzw. junge Erwachsene vorgesehen, die seit mindestens sechs Monate in der Wohngruppe leben. Sie verfügen über Handlungskompetenzen, die ein Jugendlicher benötigt, um ein selbständiges Leben zu erlernen und zu führen:

»  selbständiges und pünktliches Aufstehen

»  zubereiten von Mahlzeiten

»  verlässlicher Schul- bzw. Lehrstellenbesuch

»  kreative Freizeitgestaltung

Lage der Verselbständigungszimmer:


im hinteren Gebäudeteil der ehemaligen Gaststätte, in der nun die Wohngruppe „evim“ eingerichtet ist, befand sich der ehemalige Veranstaltungssaal. Dieser Veranstaltungssaal ist mit vier geräumigen Nebenzimmern zu je 16 – 20 qm ausgestattet.

Die Nebenräume sind als Jugendzimmer ausgestattet. Ein Raum ist als Teeküche ausgestattet und bietet die Möglichkeit, die in der gemeinsamen Küche zubereiteten Speisen zu verzehren.

Ein separates WC sowie ein separates Badezimmer, die in der Veranstaltungshalle eingebaut sind, betonen die nun vollzogene Distanz von der Wohngruppe.

Somit kann der sich verselbständigende Jugendliche selbst entscheiden, zu welchem Zeitpunkt er die Wohngruppe betreten möchte, um am Gruppenleben teilzunehmen oder sich Rat von dem Dienst habenden pädagogischen Mitarbeiter zu holen.

Zugleich haben auch die Mitbewohner Zugang zum Bereich der sich verselbständigen Jugendlichen und erleben deren Entwicklungsprozess mit.

Die pädagogischen Fachkräfte der Wohngruppe können jederzeit die Räumlichkeit betreten. Dadurch entsteht bei dem betreffenden jungen Erwachsenen die Sicherheit, in entsprechenden Situationen auf fachlichen Rat und fachliche Unterstützung zurückgreifen können.

Zugleich kann die entsprechende Kontrolle durch die pädagogische Fachkraft ausgeübt werden.

Die gewonnenen Erfahrungen werden in regelmäßigen Reflektionsgesprächen zwischen Bezugspädagoge und Jugendlichem/ jungem Erwachsenen thematisiert und in weitere Handlungsanleitungen umgesetzt.

Phase 2: Ambulantes sozialpädagogisch betreutes Wohnen

Jungen Erwachsenen, die ihren Verselbständigungsprozess fortschreitend unter den Bedingungen der Phase 1 mindestens 6 Monate mit fachlicher Anleitung erlernen konnten, bieten wir die eigene Anmietung von entsprechendem Wohnraum an.

Bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung wird die Erreichbarkeit der weiterführenden Schule bzw. dem Ausbildungsbetrieb mit öffentlichen Verkehrsmitteln beachtet. Ebenso ist die zentrale Wohngruppe „evim“ in erreichbarer Nähe. Auf eine räumlich nahe Infrastruktur, die dem jungen Erwachsenen die selbständige, alltägliche Versorgung ermöglicht, wird geachtet (ÖPNV, Einkaufsmöglichkeit, Geldinstitut...).

Die Anmietung erfolgt über den jungen Erwachsenen selbst. Somit übernimmt er weitere und neue Verantwortung und identifiziert sich mit der Situation des Alleine-lebens.

Die Betreuung erfolgt stundenweise durch eine pädagogische Fachkraft der Wohngruppe „evim“.

Sie erfolgt in den Nachmittags- und Abendstunden und an Wochenenden. Anfänglich werden als neu erlebte Situationen mit dem jungen Erwachsenen begleitet. Hierzu gehören alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Gespräche mit Behörden oder Lehrherren.

Kernpunkt der sozialpädagogischen Begleitung bilden die Reflektionsgespräche, in denen der junge Erwachsene der pädagogischen Fachkraft seine Anliegen mitteilen kann. Dies können alltagspraktische Fragen aber auch Sorgen und Nöte sein. Wichtig ist die kontinuierliche Begleitung durch ein und dieselbe Person. Mit fortschreitendem Verselbständigungsprozess in der eigenen Wohnung nimmt die Frequenz der Reflektionsgespräche ab.

Lernziele für den jungen Erwachsenen können sein:

»  Förderung der Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsbildung

»  Aufbau tragfähiger Beziehungen

»  Förderung der emotionalen Entwicklung sowie deren Stabilisierung

»  Eingliederung in das zukünftige Lebensumfeld

»  Hinführung zur Selbstversorgung

»  Entwicklung von Zielen und Lebensperspektiven

»  sinnvolle Gestaltung des Tagesablaufes und der Freizeit

»  Verdeutlichung des Stellenwerts schulischer und beruflicher Bildung

»  Einteilung von Geldern

»  Umgang mit Ämtern und Behörden

Das Ziel der Verselbständigung ist erreicht, wenn alle am Hilfeplan beteiligten Parteien keine Notwendigkeit der Unterstützung durch eine pädagogische Fachkraft sehen.

Aktuelles

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Integration durch Bildung

Engagierte Referenten beim zweiten Fachtag der Evim-Kinder- und Jugendhilfe